Geschichte

 

Grundidee

Der Fernsehboom der sechziger und siebziger Jahre griff auch auf Euthal über. Doch bei der idyllischen Lage im Talkessel hinten am See, war ein guter Empfang unmöglich! Da man aber im Dorf keinen Antennenwald haben wollte musste eine andere Lösung angestrebt werden.

Man griff kurzerhand zur Selbsthilfe. 1970 wurde durch Severin Kälin (Sanitär) und sein Fernsehinstallateur ein prov. Kabel auf die Fluh verlegt und dort eine Antenne montiert! So konnte man 4 Programme einigermassen gut empfangen. Doch mit dem Provisorium konnte dem grössten Teil der Euthaler Bevölkerung kein Anschluss geboten werden.

Im Frühjahr 1973 schlossen sich einige Euthaler zusammen und beriefen auf den 4. Juli eine Orientierungsversammlung ein. Es wurde über den Standort der Antenne (Fluh oder Sattel) diskutiert. Es meldeten sich bereits 40 Hausbesitzer für einen Anschluss an. Einiges Kopfzerbrechen bereitete die Frage der Trägerschaft. Sollte es eine AG sein, ein Fernsehgeschäft in eigener Regie und auf eigene Rechnung oder gar eine Genossenschaft? Für letzteres hatte man sich entschieden. Diese Entscheidung erwies sich später als richtig!  

 

1973 Gründung; Genossenschaft

 

Wöchentlich wurden Sitzungen abgehalten, damit Aufgaben verteilt und danach wieder Rechenschaft abgegeben werden konnte. Anhand von Test - Messungen entschied man sich für den Standort auf dem Sattelchöpfli. Die genaue Linienführung wurde festgelegt. Da alles im Boden verlegt werden sollte, mussten vorgängig Durchleitungsrechte eingeholt werden. Statuten wurden geschaffen und dem Handelsregister vorgelegt. Neben einer einmaligen Anschlussgebühr und jährlichen Betriebskosten wurde der finanzielle Grundstock geregelt. Zudem haftet jeder Genossenschafter solidarisch für Fr. 1200, damals eine „schreckliche“ Summe! Neben Baueingabe und dem Gesuch an die PTT für das Erstellen einer Kopfstation wurde auch Versicherung.- und Banktechnisches abgeklärt! Somit wurde am 30. August 1973 in Anwesenheit von 53 Mitgliedern die Genossenschaft (GGAE) gegründet, dies eine der ersten in der ganzen Schweiz! Als erster Vorstand wurde gewählt
• Präsident: Severin Kälin
• Vizepräsident: Josef Zehnder
• Aktuar: Armin Kälin
• Kassier: Kurt Schiess
• Techn. Berater: Markus Lienert
• RPK: Dr. iur. Emil Hürlimann / Paul Kälin – Casanova

Am 6. Oktober 1973 konnten die ersten Bilder ab der Kopfstation Sattelchöpfli empfangen werden. Dies an einem TV Gerät dass im Schaufenster von Sanitär Kälin aufgestellt wurde. Da gab es viele plattgerdrückte Nasen, die schon mal sehen konnten was in unmittelbarer Zeit auch in Ihrer Wohnstube zu empfangen ist! Nach und nach konnten die Liegenschaften im Dorf Euthal angeschlossen werden. 1975 wurde ebenfalls der Campingplatz und 1976 das Ruostel angeschlossen. 


 1989 ERY Signalübernahme

Wie Präsident Severin Kälin im Jahresbericht der GV 1988 mitteilte, werde ein Signalempfang der Regionalantenne ERY in Betracht gezogen! Dies sobald die Koaxial - Leitungen auch Euthal erreicht haben! Somit wird nur noch das dringlichste für den Unterhalt an der Kopfstation aufgewendet. Dieser Entschluss des neuen Signalempfanges wurde an derselben GV beschlossen. Um dieses Signal einwandfrei in unser Netz einzuspeisen und zu verbreiten müssen Sanierungen im Kabelnetz getätigt werden. Ab dem 1. Mai 1989 ist mittels Vertrag ein Programmangebot von: 17 TV Kanälen und 23 Radiosendern zugesichert! Trotz dieser technischen Erneuerungen konnte n die Kosten auf gleichem Niveau beibehalten werden!

 

1997 cablecom – Signalbezug

Da das Kabelnetz der ERY von Cäsar Kälin an die cablecom GmbH verkauft wurde ist unser Signallieferant neu die Cablecom. Vorderhand wird dieses Signal immer noch ab der Kopfstation Nüberg in Bennau eingespiesen.

 

1998 GV                                                  

GGAE Gründungspräsident Severin Kälin gibt sein Amt nach 25 Jahren an Urs Bürgi ab.  

 

2000 Zukunft der GGAE

Unser neuer Signallieferant cablecom wird in den nächsten Jahren das Programmangebot und Art verändern! Das heisst für die GGAE, dass unser Netz auf Breitband von 600 Mhz umgebaut werden soll.

Es werden Sitzungen mit den Verantwortlichen abgehalten. Fazit: Die Kopfstation Nüberg soll im Jahre 2002 abgeschaltet werden! Mit der neuen Einspeisung 600 – 860 Mhz sind für uns nicht mehr alle Programme zu empfangen! Ebenso wird das Betreiben des Rückweges für das Internet aktuell! Unser Netz Standard basiert bis 450 Mhz und ist nicht Rückwegtauglich. Es wird eine Kostenberechnung der Netzsanierung der cablecom in Auftrag gegeben. Ebenso wird diskutiert, ob bei zu grossen Sanierungskosten für die GGAE eine Netzübernahme durch die cablecom möglich wäre.

 

 2001 Fakten

• Übernahme Angebot der cablecom beläuft sich auf „Fr. 1.-„ dies weil sehr hohe Investitionen zu tätigen sind. (Da die cablecom selber in finanziellen Problemen steckt, und durch eine neue Firma übernommen wird , ist die Übernahme nicht mehr realistisch. Ebenso müssten sie das Netz sanieren, dies ist aber zu wenig wirtschaftlich (wenig Abonnenten)

• Betrieb einer eigenen SAT Empfangsanlage (Das Betreiben einer solchen Anlage wäre zu Teuer, ebenso könnte später kein Rückweg realisiert werden)

• Signalempfang von der Swisscom (Da die Swisscom selber ein TT+TV Netz aufbauen will konkurriert sie sich selber!)

• Abklärungen betreffend Ausbau von Werkanlagen (Grabenanteilskosten) (Es ist in nächster Zeit mit Werkleitungen für die Abwasserleitungen zu rechnen)

• Signallieferung cablecom : Umschaltung hinauszögern (Es ist evtl. möglich das bestehende Signal (450 Mhz) bis 2006 zu senden)

 

2002 cablecom – Signalbezug ab Backbone

Ein Backbone (deutsch: Rückgrat) ist eine Leitung, die ein Netzwerk oder einen Server mit einem anderen Netzwerk verbindet.

Neu werden die Signale nicht mehr von der Kopfstation auf dem Nüberg geliefert. Diese kommen ab der Zentrale der cablecom. Es wird ein neuer Signalliefervertrag unterzeichnet.

 

2002 GGAE

Da uns seitens der cablecom eine Verlängerung von 3-5 Jahren des bestehenden Signal (450 Mhz) garantiert, haben wir Zeit unser Netz zu sanieren! Die Versammlung beschliesst unser Netz in Etappen selber zu sanieren und somit Eigenständig zu bleiben.

 

                                                                2002 – 2008

Es werden diverse Leitungen im Zusammenhang mit der Erschliessung der Abwasseranlagen in die Werkleitungsgräben mitverlegt. Bei Leitungen in bestehenden Rohranlagen, werden diese Kabel gegen neue ersetzt. Ebenso werden neue und bestehende Verteiler angepasst. Auch das Ruostel wird auf den neuesten Stand saniert. Die alte Haupteinspeisung in der Garage Sanitär Kälin wird an die Euthalerstrasse 17 verlegt. Von dieser VK wird der Campingplatz neu eingespiesen.

 

 

 

2008 cablecom – Signalliefervertrag

Es wird ein neuer Signalliefervertrag ausgehandelt und unterzeichnet. Dieser beinhaltet das analoge und das digital Fernsehen. Ebenso sind Zusatz Dienste geregelt (Teleclub, Werbefenster etc.) Ein Zusatzvertrag regelt die sogenannten Tripple Play Services: Telefon und Internet. Dies ist momentan noch nicht aktuell!

                                                                 

2008 Rückbau Kopfstation Sattelköpfli

Im November wurde die alte, ausgediente Kopfstation auf dem Sattel demontiert! Präsident Urs Bürgi hat mit Severin Kälin (alt Präsident), Josef Zehnder, Meinrad Kälin, Werner Kälin und Felix Kälin den Abbau ausgeführt. Also sieht man, dass der damals technische super Standard auch nicht für Ewig hält!

 

 

 

 

 

2008 cablecom – Signalbezug mittels Glasfaser

Unser Netz wird neu mittels Glasfaser ab dem Node (engl. Knoten - Übergang von Glasfaser auf Kupfer Koaxialkabel) Euthalerstrasse eingespiesen! Dieses Signal wird dann umgewandelt und ins Koaxiale Netz der GGAE eingespiesen. Diese Einspeisungsart gewährt uns einen einwandfreien TV Empfang und ermöglicht das aufschalten des digital Fernsehens. Neu wird die Bandbreite des Signales bis 860 Mhz betragen. Ebenso werden die unteren Bänder für den Internet Rückweg gebraucht, und somit TV Programme verschoben. Dies verärgert Genossenschafter, weil der Hauptsender SF1 bei einer alten Installation im Hause nicht oder schlecht empfangbar sind.  

 

 Wir seitens des GGAE Verteilnetzes sind soweit, einen einwandfreien TV Empfang zu gewährleisten. Das Einrichten des Rückweges wird aber noch Arbeiten in Anspruch nehmen.

 

 

  

Ende 2009 

Das digital TV im Netz der GGAE wird freigegeben. So hat jeder Genossenschafter mittels Setup – Box die Möglichkeit digitales TV zu nutzen. Ebenso sind wir daran unser Netz für den Rückweg auszurüsten. Dies damit das Internet, die Telefonie und das Video on demond genutzt werden kann.

 

 2010 cablecom wird upc-cablecom

Unser Signallieferant cablecom der schon vor Jahren durch die europäische Kabelnetzgruppe Liberty Global / UPC Broadband übernommen wurde, tritt nun mit dem Namen upc-cablecom auf. Zugleich wurde das Logo ersetzt.

 

2011 Unser Netz ist rückwärtstauglich!!

Mittels einer Netzkontrolle und Netzqualitätsmessung wurde unser Netz für die Tripple Play Produkte freigegeben. Demzufolge konnten ab 2011 die Internetdienste freigegeben werden.

 

 

2011 Service Vertrag mit der Cablegroup

Die GGAE hat mit der Cablegroup einen Service und Pikettvertrag unterzeichnet. Dies ist notwendig weil

• Die neue Technologie: grosses Wissen, spezielle Messgeräte und Materialien abverlangt

• Bei Störungen sofort gehandelt werden muss! (Internet – Nutzer, Telefonie)

• Auch nachts Ansprechpersonen vorhanden sein müssen!

• Die Instandhaltungsarbeiten durch Fachpersonen ausgeführt werden müssen.